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Mit ÖPNV Klimaziele erreichen

Franziska Junker

Mit dem ÖPNV Klimaziele erreichen:
Eine Fahrt im großen Bus mit hoher Auslastung reduziert den CO2 Ausstoß um 95% gegenüber der vergleichbaren nötigen Zahl von Pkws.
Für jede und jeden muss es möglich sein, mit verbesserten Mobilitätsageboten Lebensqualität zu erhalten und dauerhaft zu sichern.
Dafür sind gemeinwohlorientierte und bezahlbare Angebote für alle Bürgerinnen und Bürger Voraussetzung.
Die Stärkung des öffentlichen Nahverkehrs kann durch geringeren Flächen- und Platzverbrauch und die Verminderung des Verkehrsaufkommens gegenüber dem Individualverkehr die Lebensqualität für die Bürgerinnen und Bürger deutlich verbessern. So kann auch die Schadstoffbelastung der Luft vermindert werden, die Klimaziele bei gleichzeitiger Lärmverminderung durch eine breite gesellschaftliche Anstrengung noch erreicht werden.
Durch die Vernetzung von unterschiedlichen Verkehrsträgern kann eine gezielte Anbindung ländlicher Regionen an die Ballungsräume ohne weitere Verstärkung der Pendlerstaus sichergestellt werden. Dies hilft auch, dass grundsätzlich verankerte Ziel der gleichen Teilhabe von Bürgerinnen und Bürgern in städtischen und ländlichen Räumen zu unterstützen.
Dieses setzt eine Umkehr von der besonderen Stützung des Individualverkehrs im privaten PKW hin zu einer effizienten Ausnutzung der Möglichkeiten des öffentlichen Nahverkehrs voraus.

Leserbrief

Dieser Leserbrief wurde an die OZ gesendet.



Franziska Junker 19.07.2019
Neue Straße 45
26835 Neukamperfehn
Tele 04946/917634


Leserbrief zum Thema „Testbetrieb ist ein gutes Signal“ am 19.07.2019
Frau Connemann vergisst bei ihrer Begeisterung, dass bei der Einführung von autonomem Fahren, Arbeitsplätze in Ostfriesland verloren gehen werden. Als Arbeitnehmerin wo dieses eintreffen könnte, bin ich der Meinung.
Die bestehende Beschäftigung muss gesichert und tarifvertraglich geregelt sein. Der Mensch muss im Mittelpunkt der technologischen Entwicklung stehen. Die fortschreitende #Digitalisierung und #Automatisierung und der Umgang mit ihren Folgen gehören zu den größten sozialen, wirtschaftlichen und politischen Herausforderungen unseres Jahrhunderts. Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer müssen diese
Herausforderungen selbstbewusst annehmen, den Prozess proaktiv mitgestalten und steuern. Das ist der einzige Weg, um faire und sichere Arbeitsplätze zu erhalten.

Fair übers Meer!
Ohne Schifffahrt gäbe es kaum globalen Handel. Rund 90 Prozent des internationalen Güterverkehr werden über See abgewickelt. Längst ist der Schiffsverkehr zu einem Schlüsselelement der Globalisierung geworden. Knotenpunkte sind die großen Häfen denen die Waren -ganz überwiegend in Containern- umgeschlagen werden. Rund 50.000 Handelsschiffe zählen zu diesem weltumspannenden Netz der Logistik.
An Bord dieser Schiffe treffen auf engsten Raum Menschen mit Waren, mit Schiffs-und Umwelttechnik im Zeichen der internationalen Arbeitsteilung zusammen. Ihre Situation an Bord spiegelt in kleinerem Maßstab die strukturellen Ungerechtigkeiten des Welthandels wieder. Denn die Bedingungen, unter der sie leben und arbeiten, sind alles andere als fair.
Auch die Folge des Seeverkehrs für die Umwelt sind weltweit verehrend: Die Schiffe fahren mit einem Treibstoff, der an Land als Sonderabfall behandelt werden muss. Bis heute haben sie das Recht, ihre Abfälle und Ölgemisch in den Weltmeeren " über Bord zu entsorgen, nur für wenige Zonen gibt es Einschränkungen. (Hintergrund Info Förderkreis Waterkant e.V)
Franziska Junker sagt:
Es ist an der Zeit, in der Gestaltung einer gerechten und umweltfreundlichen Weltwirtschaft auch den Seeverkehr und seine Bedingungen zu berücksichtigen. Die Situation der Seeleute darf nicht länger ausgeblendet werden.
Allen Beschäftigten an Bord und in den Häfen muss unabhängig von ihrer Staatsangehörigkeit gleicher Lohn für gleiche Arbeit gezahlt werden.
Die immer größer werdenden Schiffe gefährden zunehmend die von ihnen anzulaufenden Küsten- und
Flussökosysteme. Schiffe müssen sich den vorhandenen Zufahrtswegen zu den Häfen anpassen, nicht umgekehrt.
Schiffe sollten künftig so gebaut werden, dass sie umweltfreundlich und sozialverträglich betreiben, nutzen zerlegen und recyceln lassen.

Straßenausbaubeiträge

Wer ein Haus baut, benötigt eine Straße. Dafür fallen Erschließungskosten an, die der Hausbauer zu bezahlen hat. Sind Reparaturen an der Straße erforderlich, werden diese von der Kommune aus Steuermitteln getragen. Für eine grundlegende Sanierung wird hingegen wieder der Anlieger zur Kasse gebeten- in Form des Straßenausbaubeitrages.

Das Thema Straßenausbaubeiträge beschäftigt zurzeit viele Menschen. Auch die Frage, ob Bürgerbegehren zur Abschaffung der Beiträge möglich ist, wird oft gestellt. Letzte Woche rief mich eine Anwohnerin einer Straße an, die ausgebaut werden soll. Dort sollen sie nun Straßenausbaubeiträge zahlen. Ich wohne selbst in einer Straße, die bald ausgebaut wird. Bei uns sind die Beiträge, durch den Gemeinderat abgeschafft worden. Die Anruferin wollte Hilfe für ein Bürgerbegehren.

Aber Bürgerentscheide über die Zukunft der Beiträge sind in Niedersachsen leider nicht möglich. Das Gesetz verbietet Bürgerbegehren über kommunale Beiträge. Dabei wäre das eine gute Gelegenheit sich einzumischen, sich zu informieren und sich mit der Kommunalpolitik zu beschäftigen. Eine breite Debatte wäre programmiert, die Demokratie in der Kommune bekäme mehr Aufmerksamkeit.

" Franziska Junker, DIE LINKE fordert die sofortige Abschaffung der Beiträge in Niedersachsen." Es ist eine staatliche Aufgabe, die Straßen in einem ordentlichen Zustand zu halten."

11.Nationale Maritime Konferenz

Das war eine spannende aber wahrscheinlich auch nutzlose Konferenz mit politischen Größen, die mit wenig Anstrengung viel auf den Weg bringen könnten. Aber Enak Ferlemann (CDU) ist leider ein Opportunist und hat bereits beim Verlassen des Saals vergessen, was er tolles gesagt hat. Die Kanzlerin hat mehr Humor, als in den Nachrichten gezeigt wird, konkrete Antworten gab es aber auch von ihr nicht. Überrascht hat mich Peter Altmeier (CDU), der gut informiert und auch selbstkritisch mit wichtigen Themen umging. Der Verband deutscher Reeder hatte nur ein Problem, nämlich zu hohe Steuern und zu geringe Subventionen. Zum Glück gab es hierzu, insbesondere auch von der Gewerkschaft die passende Antwort.
Was wird uns also in den nächsten zwei Jahren in den deutschen Seehäfen erwarten? Neue Konkurrenz durch das chinesische Megaprojekt der neuen Seidestraße. Der Ausverkauf europäischer Infrastruktur an chinesische Investoren, und Verlagerung von Warenströmen (u. a. durch 3D-Druck), Umso schöner ist es zu hören, dass sich der Zentralverband deutscher Seehäfen zu seinen Arbeitern bekannt hat und in Tarifen mit der Gewerkschaft ernsthaft dafür sorgen will, die Arbeitnehmer nicht nur abzusichern sondern auch auf neue Aufgaben mittels Ausbildung vorzubereiten.
Beim Thema Umweltschutz haben nach meiner Ansicht alle versagt: Reeder, Häfen, Speditionen, Politik. Und jeder zeigt auf den Anderen - in Wahrheit will aber keiner Geld ausgeben, wenn es nicht gerade Steuergelder sind. Und in erster Linie müsste sowieso erstmal die EEG-Umlage weg.
Wir Gewerkschafter und Arbeitnehmervertreter waren zumindest zahlreich vertreten, haben in öffentlichen Diskussionen und in Zwiegesprächen geworben. Bleibt nun zu hoffen, dass wir im Gespräch bleiben ohne oft an uns erinnern zu müssen.
Franziska Junker
Verdi Mitglied im Landes und Bundesfachgruppenvorstand
Maritim Häfen und Verkehr