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Leserbrief

Dieser Leserbrief wurde an die OZ gesendet.



Franziska Junker 19.07.2019
Neue Straße 45
26835 Neukamperfehn
Tele 04946/917634


Leserbrief zum Thema „Testbetrieb ist ein gutes Signal“ am 19.07.2019
Frau Connemann vergisst bei ihrer Begeisterung, dass bei der Einführung von autonomem Fahren, Arbeitsplätze in Ostfriesland verloren gehen werden. Als Arbeitnehmerin wo dieses eintreffen könnte, bin ich der Meinung.
Die bestehende Beschäftigung muss gesichert und tarifvertraglich geregelt sein. Der Mensch muss im Mittelpunkt der technologischen Entwicklung stehen. Die fortschreitende #Digitalisierung und #Automatisierung und der Umgang mit ihren Folgen gehören zu den größten sozialen, wirtschaftlichen und politischen Herausforderungen unseres Jahrhunderts. Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer müssen diese
Herausforderungen selbstbewusst annehmen, den Prozess proaktiv mitgestalten und steuern. Das ist der einzige Weg, um faire und sichere Arbeitsplätze zu erhalten.

Fair übers Meer!
Ohne Schifffahrt gäbe es kaum globalen Handel. Rund 90 Prozent des internationalen Güterverkehr werden über See abgewickelt. Längst ist der Schiffsverkehr zu einem Schlüsselelement der Globalisierung geworden. Knotenpunkte sind die großen Häfen denen die Waren -ganz überwiegend in Containern- umgeschlagen werden. Rund 50.000 Handelsschiffe zählen zu diesem weltumspannenden Netz der Logistik.
An Bord dieser Schiffe treffen auf engsten Raum Menschen mit Waren, mit Schiffs-und Umwelttechnik im Zeichen der internationalen Arbeitsteilung zusammen. Ihre Situation an Bord spiegelt in kleinerem Maßstab die strukturellen Ungerechtigkeiten des Welthandels wieder. Denn die Bedingungen, unter der sie leben und arbeiten, sind alles andere als fair.
Auch die Folge des Seeverkehrs für die Umwelt sind weltweit verehrend: Die Schiffe fahren mit einem Treibstoff, der an Land als Sonderabfall behandelt werden muss. Bis heute haben sie das Recht, ihre Abfälle und Ölgemisch in den Weltmeeren " über Bord zu entsorgen, nur für wenige Zonen gibt es Einschränkungen. (Hintergrund Info Förderkreis Waterkant e.V)
Franziska Junker sagt:
Es ist an der Zeit, in der Gestaltung einer gerechten und umweltfreundlichen Weltwirtschaft auch den Seeverkehr und seine Bedingungen zu berücksichtigen. Die Situation der Seeleute darf nicht länger ausgeblendet werden.
Allen Beschäftigten an Bord und in den Häfen muss unabhängig von ihrer Staatsangehörigkeit gleicher Lohn für gleiche Arbeit gezahlt werden.
Die immer größer werdenden Schiffe gefährden zunehmend die von ihnen anzulaufenden Küsten- und
Flussökosysteme. Schiffe müssen sich den vorhandenen Zufahrtswegen zu den Häfen anpassen, nicht umgekehrt.
Schiffe sollten künftig so gebaut werden, dass sie umweltfreundlich und sozialverträglich betreiben, nutzen zerlegen und recyceln lassen.